BESICHTIGUNGEN UND KULTURELLE AKTIVITÄTEN

Land des Cuneese, Land der Geschichte und Kultur. Das bezeugen das majestätische, königliche Schloss von Racconigi, das mit den Residenzen des Hauses Savoyen im Piemont zum UNESCO-Welterbe zählt, und die vom italienischen Denkmalschutz FAI verwaltete Burg von Manta, die eines der Meisterwerke weltlicher spätgotischer Malerei hütet, die Sala Baronale.


Neben einstigen Befestigungsanlagen und Adelspalästen verleihen Besucherzentren und Museen den Traditionen und alten, lokalen Bräuchen Ausdruck, wie die Seidenspinnerei in Caraglio, eines der ältesten Beispiele industrieller Architektur in Europa, das bis heute erhalten ist, das der okzitanischen Kultur gewidmete Zentrum Espaci Occitan in Dronero oder das Harfenmuseum Victor Salvi in Piasco, das erste und einzige Museum der Welt, das sich ausschließlich mit Harfen beschäftigt.


Zu den vielen Zeichen der Kunst und des Glaubens zählen die Abtei Santa Maria in Staffarda, eines der bedeutendsten und faszinierendsten mittelalterlichen Klöster des Piemonts, die Missionskirche im Stadtteil Piazza in Mondovì, eine Verherrlichung des Barock, und die Wallfahrtskirche Regina Montis Regalis in Vicoforte, die sich der größten gemauerten elliptischen Kuppel der Welt rühmt.

Die Faszination des Adels im Piemont

Nicht nur Savoyer: Wenn auch die italienische Königsfamilie eine sehr wichtige Rolle bei der Schaffung der künstlerischen und baulichen Güter des südlichen Piemonts spielte, so haben uns im Lauf der Jahrhunderte aber auch lokale Adelsfamilien mittelalterliche Festungen und reiche Burgen hinterlassen, die nur darauf warten, erkundet zu werden.

Man denke nur an die Marchesen von Saluzzo und ihre Castiglia, die die mittelalterliche Ortschaft beherrscht, oder an die von den Gärten der Essenzen umgebenen Schlösser von Lagnasco. Die Krönung sind jedoch das Schloss und der königliche Park von Racconigi, UNESCO-Welterbe zusammen mit den anderen Residenzen der Savoyer. In den reich verzierten und möblierten Sälen kannst du das Leben der italienischen Könige und ihres Hofstaates bis ins kleinste Detail wiederaufleben lassen.

Von den Verteidigungsanlagen ist das stattliche Schloss der Fürsten von Achaia auf jeden Fall erwähnenswert, das zum Schutz der Stadt Fossano erbaut wurde, sowie die Festung von Vinadio, ein hervorragendes Beispiel der Militärarchitektur des 19. Jahrhunderts. Oft liegen herrschaftliche Palazzos und Villen in bezaubernden Parks und Gärten. Da machen auch die Villa Bricherasio in Saluzzo und das Schloss des Roccolo in Busca mit seinen eleganten Gewächshäusern und dem romantischen, kleinen See im Schatten jahrhundertealter Bäume keine Ausnahme.

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Im Zeichen der Geschichte und Kultur

Im Cuneese folgten im Lauf der Jahrhunderte Kulturen, Dynastien und Traditionen aufeinander, die das Gebiet, sein Wissen und seine Geschichte prägten und noch immer prägen. Die Museen sind ein offenes Buch der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft dieses authentischen Landstrichs. Daher dürfen ethnografische Museen und der lokalen Kultur gewidmete Räume nicht fehlen, wie Espaci Occitan mit Hintergrundinformationen über die okzitanische Sprache.

Geschichte wird von den Ursprüngen aus erzählt, anhand der archäologischen Fundstücke, die im Städtischen Museum in Cuneo oder im Archäologischen Museum von Augusta Bagiennorum ausgestellt sind, bis hin zu den grausamsten Seiten des Zweiten Weltkriegs: Die Besichtigung des MEMO4345 in Borgo San Dalmazzo, eines multimedialen, der Shoah gewidmeten Raums, und der Casa Museo Galimberti in Cuneo ist ein Muss.

Für die Kleinsten gibt es zahlreiche Gelegenheiten, die sie sich nicht entgehen lassen sollten. Die Klangfabrik in Venasca und der Atlas der Klänge in Boves bieten einen thematischen Rundgang zu Musik und Gehör in einem märchenhaften Umfeld an. Im Valle Gesso erzählt das Tierzentrum für Menschen und Wölfe auf in Italien einzigartige Weise vom Wolf und seiner Beziehung zum Menschen.

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Verehrung, die Gefühle weckt

Das Cuneese ist ein Landstrich großer volkstümlicher Verehrung, die seit dem Mittelalter Architekten und Maler dazu inspiriert hat, Werke von großem emotionalen und bildlichen Eindruck zu schaffen. Das Gebiet ist reich an opulenten Barockkirchen, auch dank der Arbeit des Architekten Francesco Gallo aus Mondovì. Herausragend ist die Wallfahrtskirche Regina Montis Regalis in Vicoforte.
Manchmal weist Malerei eine kommunikative Kraft auf, die in der Lage ist, Seele und Gefühle anzuspornen. Diese Kraft zeigt sich besonders lebhaft in einigen mittelalterlichen und aus der Renaissancezeit stammenden Kapellen des Cuneese, wie der Pfarrkirche in Elva, Werk des Hans Clemer, die Kapelle San Fiorenzo in Bastia Mondovi oder die Kapelle der Marchesen in Revello.

Einige religiöse Gebäude stellen ein Unikum dar: Ihre einzigartigen Merkmale steigern ihre Faszination. So ist die Kirche San Costanzo al Monte nicht nur ein herrliches, romanisch-gotisches Bauwerk, sondern stellt auch noch ein seltenes Beispiel einer aus zwei übereinanderliegenden Stockwerken bestehenden Kirche dar, während die Kirche Sant’Anna di Vinadio die höchst gelegene, mit dem Auto zu erreichende Wallfahrtskirche Europas ist. 

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